Die informationelle Produktbegleitung erfüllt viele verschiedene Zwecke für eine ganze Bandbreite an Zielgruppen. In dem vorliegenden Fall bat ein international tätiger Handelskonzern um ein umfassendes Informationsmanagement für Verbraucher, was neben der Erstellung von Bedienungsanleitungen sowie Datenblättern verschiedener Komplexitätsstufen die Konsistenz in der Terminologie, rechtliche Sicherheit sowie Normenkonformität in den jeweiligen Zielländern und die Übersetzung der Betriebsanleitungen in diverse Zielsprachen mit einschloss. Insgesamt betraf der Auftrag damit mehr als 200 Produkte und deren technische Dokumentation samt Übersetzung in mehr als 30 verschiedene Sprachen. Der Auftraggeber wünschte sich einen weltweit einheitlichen Workflow, der den Aufwand des Handelskonzerns möglichst stark reduziert und die Entscheidungswege durch einen direkten Kontakt zwischen der KERN AG und den jeweiligen Divisionen kurz und effektiv hält. Die besondere Herausforderung bestand damit in der Entwicklung eines standardisierten Arbeitsablaufes, der die landesspezifischen Richtlinien berücksichtigt und trotzdem unabhängig davon in allen Standorten umsetzbar ist. Mit Sitzen in Deutschland, dem Nahen Osten sowie China lag ein wesentliches Augenmerk auf der CE-Konformität der Produkte. Damit die Einhaltung aller geltenden landesspezifischen Gesetze (ProdHaftG etc.), Richtlinien und Normen noch vor dem Import in die EU garantiert werden konnte, war ein hoher Grad an Fachkenntissen der technischen Redakteure nötig: Sie mussten sich beispielsweise im Elektrogüter- und Maschinenbaubereich nicht nur mit der Anwendung entsprechender Normen auskennen, sondern auch Daten und Berichte von ausländischen Prüfinstituten sowie Lieferanten korrekt umsetzen und einarbeiten. Außerdem galt es in Bezug auf logistische Fragestellungen eine Antwort zu haben: Wie wird die technische Dokumentation ausgewählter Produkte organisiert, wenn die Fertigung von Produkten in einem Kontinent und deren Weiterverarbeitung andernorts stattfindet?
Die im Rahmen dieses Auftrags große Bedeutung des Workflows führte zu einer minutiösen Planung von Seiten der KERN AG, die eine Anpassung der ersten Vorschläge in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und Schulung aller Projektbeteiligten (Einkäufer, Merchandiser, Produkt- und Projektmanager, Konstrukteure u.v.m.) mit einschloss. Damit sollten Risiken minimiert werden, schließlich ist besonders der Handel ein zeitkritisches Tagesgeschäft, bei dem die Geschwindigkeit und Effizienz für erfolgreichen Wettbewerb maßgeblich sind.
Die unten stehende Grafik verdeutlicht die zahlreichen, ineinandergreifenden Prozesse und damit die Notwendigkeit vollständig involvierter Ansprechpartner, um einen reibungslosen Ablauf des Großprojektes zu gewährleisten. Mit einem so harmonisierten Arbeitsablauf konnte die technische Dokumentation über Kontinente hinweg erfolgreich umgesetzt werden: Die technische Redaktion der KERN AG erstellte die Bedienungs- und Betriebsanleitungen sowie die Datenblätter gemäß vorgegebenem Corporate Design der jeweiligen Tochterunternehmen zur vollsten Kundenzufriedenheit. Die komplette Projektumsetzung blieb außerdem Sache der Unternehmensdivisionen, die sich auf die eigenen Produkte und damit das eigene Spezialgebiet konzentrieren konnten, ohne Ressourcen des Hauptkonzerns zu belasten.
Die KERN AG beweist damit die Fachkompetenz Kundenwünsche sowohl national als auch international vollständig und professionell umsetzen zu können.